Wozu Paarberatung?

Wer sind wir als Paar? Wo stehen wir? Wohin wollen wir? Wie gut kennen wir uns eigentlich? Lieben wir uns noch? ...
Wer sind wir als Paar? Wo stehen wir? Wohin wollen wir? Wie gut kennen wir uns eigentlich? Lieben wir uns noch? ...

"Ich bin über 30 Jahre verheiratet und meiner Frau immer treu gewesen. Wir streiten uns nicht, daher brauchen wir sowas nicht. Im übrigen kann man Liebe sowieso nicht künstlich erzeugen oder erlernen!" schrieb uns einmal jemand in einer Facebook-Gruppe.

Aber: Paarberatung dient nicht nur dazu, partnerschaftliche Problemlagen zu bewältigen, sondern auch dem Ziel, das gemeinsame Wachstum des Paares zu fördern, ohne dass ein Partner seine Identität opfert.

Daher steht sie Paaren bei der Klärung des Rollenverständnisses, bei Entfremdung oder bei fehlender Kommunikationskompetenz zur Seite und unterstützt sie bei ganz natürlichen Veränderungsprozessen, wie etwa Geburt von Kindern oder Trauer.

 

Beispielsweise:

  • Wenn die Verliebtheit nachlässt und wieder zunehmend die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund rücken, kann ein Innehalten und Besinnen auf das Gemeinsame nützlich sein. Oder:
  • Wenn - vielleicht erst nach vielen Jahren - erste Zweifel an der Liebe des Anderen aufkommen oder man sich mit seinen eigenen Bedürfnissen nicht mehr gesehen fühlt, kann eine angeleitete Rückschau und Zuwendung zu Faszination des Anfangs belebend wirken. Oder:
  • Wenn - meist in der zweiten Lebenshälfte und wenn die Kinder aus dem Haus gehen - sich die Frage, ob das in der Liebe und im Leben schon alles gewesen sei, ist eine Neuausrichtung auch der Partnerschaft notwendig.

Paarberatung ist keine Heilbehandlung wie eine Psychotherapie, deshalb sprechen wir auch nicht von Paar-therapie, sondern sie hat immer eine vermittelnde Aufgabe zwischen den Partnern. 

 

Paarberatung dient also dazu, die Beziehung zueinander gemeinsam als Paar weiter zu entwickeln und die Chancen, die in der Partnerschaft stecken, ganz bewußt zu nutzen und die Potentiale voll zu entfalten. Insofern haben Konflikte in der Partnerschaft nichts Krankhaftes, sie eröffnen meistens neue Wachstums- und Entwicklungschancen.

 

Das gilt in besonderem Maße, wenn beispielsweise ein Partner eine Psychotherapie macht. Entweder begleitend oder hinterher kann eine Begleitung durch einen Paarberater für beide sehr nützlich sein und die Partnerschaft wieder oder neu beleben.

 

Jürg Willi (2007) schreibt über das Potential von Partnerschaft:

 

Gemeinsames Wachstum heißt ein dauerndes Ringen miteinander, heißt dauernde gegenseitige Herausforderung und gegenseitigen Widerstand. Gemeinsames Wachstum ist alles andere, als sich für den Partner oder für die Partnerschaft aufzugeben, zu fusionieren oder sich aufzuopfern. ... Entscheidend ist, dass dieses Ringen mit dem Partner nicht zum Selbstzweck wird, sondern zentriert ist auf die Erfüllung der Ziele und Aufgaben des gemeinsamen Prozesses.


Das  W I R  und seine weitere Entfaltung steht bei uns immer im Zentrum der Paarberatung. Der Weg ist die integrale und beseelte Paarentwicklung.